Bildgrößen für Instagram, YouTube, TikTok und LinkedIn
Wer ein Foto auf einer Social-Media-Plattform hochlädt, kennt das Problem: Die Plattform schneidet das Bild anders zu, als du dachtest, und der Kopf der Person ist plötzlich abgeschnitten oder der Text am Rand verschwunden. Der Grund ist fast immer ein Seitenverhältnis, das nicht zum Anzeigebereich passt.
Dieser Ratgeber sammelt die Formate, mit denen du bei Instagram, YouTube, TikTok und LinkedIn am häufigsten zu tun hast. Die genannten Pixelmaße sind die Werte, die in den Werkzeugen auf bild-tools.de eingestellt sind. Plattformen ändern ihre Vorgaben und Anzeigebereiche gelegentlich, prüfe deshalb vor einer größeren Aktion die aktuellen Angaben der jeweiligen Plattform.
Seitenverhältnis und Pixelmaß: zwei Angaben, die zusammengehören
Das Seitenverhältnis beschreibt die Form des Bildes: 1:1 ist quadratisch, 4:5 leicht hochformatig, 16:9 klassisches Breitbild, 9:16 ein schmales Handy-Hochformat und 4:1 ein sehr flacher Streifen. Die Pixelmaße legen die Auflösung fest. Stimmt das Seitenverhältnis nicht, schneidet die Plattform zu oder setzt Ränder an. Das willst du lieber selbst bestimmen.
Wie viele Pixel ein Bild haben sollte, hängt vom Anzeigebereich ab. Mehr Pixel als nötig bringen wenig, weil Plattformen große Bilder ohnehin verkleinern und meist erneut komprimieren. Zu wenige Pixel machen das Bild weich. Die Grundlagen dazu stehen im Ratgeber Auflösung, Pixel und Dateigröße.
Die Formate im Überblick
Die Tabelle zeigt, was in den Werkzeugen eingestellt ist. Alle fünf speichern das Ergebnis als JPG.
| Verwendung | Pixelmaß | Seitenverhältnis | Werkzeug |
|---|---|---|---|
| Instagram: Feed (Quadrat) | 1080 × 1080 px | 1:1 | Instagram-Bildformat ändern |
| Instagram: Hochformat im Feed | 1080 × 1350 px | 4:5 | Instagram-Bildformat ändern |
| Instagram: Story und Reel | 1080 × 1920 px | 9:16 | Instagram-Bildformat ändern |
| Instagram: Karussell | 1080 × 1080 oder 1080 × 1350 px | 1:1 oder 4:5 | Instagram-Karussell vorbereiten |
| YouTube: Thumbnail | 1280 × 720 px | 16:9 | YouTube-Thumbnail optimieren |
| TikTok: Cover | 1080 × 1920 px | 9:16 | TikTok-Cover erstellen |
| LinkedIn: Titelbild | 1584 × 396 px | 4:1 | LinkedIn-Banner formatieren |
Cover-Zuschnitt: Was mit deinem Motiv passiert
Fotos aus der Kamera haben meist das Verhältnis 4:3 oder 3:2, und kaum eine Plattform will genau das. Die Werkzeuge lösen das mit einem Cover-Zuschnitt: Das Bild wird so weit skaliert, dass es die Zielfläche vollständig ausfüllt, der Überstand wird mittig abgeschnitten. Nichts wird verzerrt, es entstehen keine Balken, aber es geht Bildfläche verloren. Bei einem breiten Ziel fällt oben und unten etwas weg, bei einem schmalen links und rechts.
Wie viel verloren geht, zeigt das Beispiel eines Fotos mit 4000 × 3000 Pixeln (4:3):
| Ziel | Das bleibt vom Bild | Das fällt weg |
|---|---|---|
| Instagram 1:1 (1080 × 1080) | 75 % der Breite | je 12,5 % links und rechts |
| Instagram 4:5 (1080 × 1350) | 60 % der Breite | je 20 % links und rechts |
| YouTube 16:9 (1280 × 720) | 75 % der Höhe | je 12,5 % oben und unten |
| Story, Reel, TikTok 9:16 (1080 × 1920) | rund 42 % der Breite | je rund 29 % links und rechts |
| LinkedIn 4:1 (1584 × 396) | ein Drittel der Höhe | je ein Drittel oben und unten |
Bei Story, TikTok und LinkedIn bleibt nur ein schmaler Ausschnitt. Das Wichtigste gehört in die Bildmitte, denn Motive am Rand verschwinden zuerst.
Sicherheitsränder: Wo dein Motiv sicher liegt
Nach dem Zuschnitt legen manche Plattformen eigene Elemente über das Bild. Bei TikTok liegen Profilname, Beschreibung und Bedienelemente über dem unteren und rechten Bereich des Covers, das wichtigste Motiv gehört deshalb in die obere Hälfte oder in die Mitte. Bei LinkedIn überdeckt das runde Profilfoto die untere linke Ecke des Banners. Logo, Text und Gesicht sitzen besser in der Mitte oder rechts.
Auch ohne Überlagerung gilt als Faustregel: Halte rund um das Motiv einen Rand frei. In Vorschauen, Profilrastern und Kachelansichten zeigt eine Plattform mitunter einen anderen Ausschnitt als im Beitrag selbst. Text auf Thumbnails sollte nicht an der Kante kleben, sonst wird er in der kleinen Vorschau abgeschnitten oder unleserlich.
Die Werkzeuge schneiden immer mittig. Liegt dein Motiv nicht in der Mitte, schneidest du vorher mit Bild zuschneiden selbst zu: Dort gibt es feste Verhältnisse für 1:1, 4:3, 16:9 und 4:5 sowie einen freien Ausschnitt.
Schneidest du vorher schon im Zielverhältnis zu, etwa 4:5 für den Instagram-Feed, entfernt der Zuschnitt in den Werkzeugen praktisch nichts mehr, er skaliert nur noch auf 1080 Pixel Breite. So bestimmst du selbst, was wegfällt.
Instagram: Feed, Hochformat, Story und Karussell
Beim Werkzeug Instagram-Bildformat ändern wählst du zuerst eines von drei Formaten: Feed (1:1), Hochformat (4:5) oder Story/Reel (9:16). Danach wählst du das Bild, der Zuschnitt läuft sofort, und du bekommst ein JPG mit 88 Prozent Qualität. Wechselst du das Format nach der Bildauswahl, wähle das Bild noch einmal aus, denn das Format gilt zum Zeitpunkt der Auswahl.
Für Karussell-Beiträge gibt es Instagram-Karussell vorbereiten. Du wählst Quadratisch (1:1) oder Hochformat (4:5), mehrere Bilder werden in einem Rutsch zugeschnitten und landen als karussell-01.jpg, karussell-02.jpg und so weiter in einem ZIP, in der Reihenfolge deiner Auswahl. Alle Bilder eines Karussells sollten dasselbe Seitenverhältnis haben, damit nichts unerwartet beschnitten wird.
YouTube: Thumbnail mit 1280 × 720 Pixeln
Das Werkzeug YouTube-Thumbnail optimieren schneidet auf 1280 × 720 Pixel (16:9) zu und speichert als JPG mit 85 Prozent Qualität. Im Ergebnis steht als Hinweis ein YouTube-Limit von 2 MB. Bei den meisten Fotos liegt das Ergebnis deutlich darunter. Überschreitet es die Grenze, kannst du es mit Bild auf X KB verkleinern weiter drücken. Ob die Grenze aktuell noch gilt, prüfst du am besten bei YouTube selbst.
Thumbnails werden oft winzig angezeigt. Eine klare Szene mit großem, kurzem Text wirkt meist besser als viele Details, und ein erkennbares Gesicht funktioniert in der Praxis häufig gut. Das ist Gestaltung und nicht Technik: Das Werkzeug kümmert sich nur um Format und Zuschnitt.
TikTok und LinkedIn: sehr schmal, sehr flach
TikTok-Cover erstellen nutzt 1080 × 1920 Pixel, dasselbe Hochformat wie Story und Reel, und speichert mit 85 Prozent Qualität. Es ersetzt nicht den automatisch vorgeschlagenen Video-Ausschnitt, sondern gibt dir ein eigenes Titelbild aus einem Foto oder einer Grafik. Wegen des schmalen Formats bleiben bei einem Querformat-Foto nur gut 40 Prozent der Breite.
Das LinkedIn-Banner hat 1584 × 396 Pixel (4:1), ein sehr flacher Streifen. Aus einem 4:3-Foto bleibt nur ein Drittel der Höhe. Wähle deshalb ein Foto mit viel Luft, etwa eine Landschaft oder einen Raum, und lege Text oder Logo bewusst in den Bereich, den das Profilfoto nicht verdeckt. LinkedIn-Banner formatieren ist für das Profil-Titelbild gedacht. Für Unternehmensseiten kann LinkedIn andere Maße vorgeben, prüfe sie vor dem Hochladen.
Dateigröße, Qualität und Ausgangsfoto
Auch Dateigrößen sind begrenzt, doch die Grenzen unterscheiden sich je nach Plattform und ändern sich. Die einzige Zahl, die in den Werkzeugen steht, ist das 2-MB-Limit beim YouTube-Thumbnail. Für alles andere gilt: Plattformen begrenzen Dateigrößen, prüfe die aktuellen Vorgaben. Bei den fertigen Formaten bleiben die Dateien meist handlich, die angezeigte Größe nach dem Zuschnitt zeigt dir, ob du im Rahmen bleibst.
Plattformen komprimieren hochgeladene Bilder meist ein weiteres Mal, extra viele Pixel bringen deshalb nichts. Wichtiger ist ein scharfes Ausgangsfoto mit genug Pixeln für den Zuschnitt: Zu kleine Bilder werden vom Werkzeug hochskaliert und wirken weich. Für ein 9:16-Cover aus einem 4:3-Foto brauchst du mindestens 2560 × 1920 Pixel, damit nichts vergrößert werden muss.
Grenzen der Werkzeuge
Für Produktfotos in Shops und Anzeigen gibt es einen eigenen Ratgeber: Gute Fotos für Kleinanzeigen und Online-Shops. Soll dein Name oder Logo im Bild stehen, lies Wasserzeichen richtig einsetzen. Wer abweichende Maße braucht, stellt sie mit Bildgröße ändern exakt ein. Damit du nicht mit falschen Erwartungen startest, hier die Grenzen der fünf Plattform-Werkzeuge:
- Der Zuschnitt sitzt immer mittig, der Ausschnitt lässt sich nicht verschieben.
- Die Ausgabe ist immer ein JPG mit fester Qualität, einen Regler gibt es nicht.
- Zu kleine Ausgangsbilder werden hochskaliert und wirken dadurch weich.
- Transparenz geht verloren: Bei einem PNG-Logo mit durchsichtigem Hintergrund können die durchsichtigen Bereiche dunkel erscheinen, prüfe das Ergebnis.
- Text, Rahmen, Hintergründe und Montagen gibt es nicht, die Werkzeuge schneiden nur zu.
Häufige Fragen
Welches Format ist für Instagram das beste?
Das Hochformat 4:5 belegt im Feed mehr Fläche als ein Quadrat und ist deshalb für viele Fotos eine gute Wahl. Quadrat 1:1 funktioniert gut, wenn das Motiv mittig liegt, und Story und Reel brauchen 9:16. Entscheide nach Motiv und beachte, dass Instagram Anzeigebereiche gelegentlich ändert.
Warum sieht mein Bild nach dem Hochladen anders aus als in der Vorschau?
Plattformen zeigen Bilder in Vorschauen, Profilrastern und Kachelansichten teils in anderen Ausschnitten und komprimieren sie meist erneut. Halte deshalb einen Rand um das Motiv frei und lade das Bild in ausreichender Auflösung hoch. Bleibt es dennoch falsch, prüfe die aktuellen Vorgaben der Plattform.
Kann ich ein Bild für mehrere Plattformen gleichzeitig vorbereiten?
Nicht in einem Schritt, denn jedes Werkzeug erzeugt genau ein Format. Du kannst aber dasselbe Ausgangsfoto nacheinander durch Instagram-Bildformat ändern und YouTube-Thumbnail optimieren schicken und bekommst jedes Mal eine eigene Datei. Das Ausgangsfoto bleibt unverändert.
Sind die genannten Maße verbindlich?
Nein, es sind Empfehlungen, die sich ändern können. Die Werkzeuge verwenden die hier genannten Werte. Weichen die aktuellen Angaben einer Plattform ab, helfen Bild zuschneiden für den Ausschnitt und Bildgröße ändern für exakte Pixelmaße.