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JPG, PNG, WebP, AVIF und HEIC: Welches Bildformat wofür?

Wer ein Bild speichert, hat die Wahl zwischen mehreren Dateiformaten, und die Unterschiede sind größer, als man denkt. Dasselbe Foto kann als JPG 4 MB groß sein, als WebP 2,5 MB und als PNG über 15 MB. Umgekehrt wird ein Screenshot als JPG unscharf, während er als PNG gestochen scharf bleibt und dabei sogar kleiner ausfällt.

Dieser Ratgeber erklärt die fünf Formate, mit denen du im Alltag am häufigsten zu tun hast, und gibt dir klare Faustregeln, welches Format für welchen Zweck passt. Alle genannten Umwandlungen kannst du mit den Werkzeugen auf bild-tools.de direkt in deinem Browser durchführen, ohne dass ein Bild deinen Rechner verlässt.

Der grundlegende Unterschied: verlustbehaftet oder verlustfrei

Bildformate lassen sich in zwei Familien einteilen. Verlustbehaftete Formate wie JPG sparen Speicherplatz, indem sie Bildinformationen weglassen, die das menschliche Auge kaum wahrnimmt, etwa feinste Farbabstufungen in gleichmäßigen Flächen. Je stärker die Kompression, desto mehr geht verloren, und das Ergebnis wird irgendwann sichtbar: Blockartefakte, verwaschene Kanten, Farbränder.

Verlustfreie Formate wie PNG speichern dagegen jeden Pixel exakt so, wie er war. Dafür sind die Dateien bei Fotos deutlich größer, denn echte Fotografien enthalten viel Bildrauschen und Farbverläufe, die sich schlecht verlustfrei zusammenfassen lassen.

Moderne Formate wie WebP und AVIF beherrschen beide Arten. Sie können also verlustbehaftet für Fotos und verlustfrei für Grafiken eingesetzt werden, und zwar in der Regel mit kleineren Dateien als die älteren Formate.

JPG: der Standard für Fotos

JPG (auch JPEG) gibt es seit 1992 und es wird von praktisch jedem Programm, Gerät und Betriebssystem gelesen. Für Fotos ist es nach wie vor ein guter Kompromiss: Bei einer Qualitätsstufe zwischen 75 und 85 Prozent sehen die meisten Fotos praktisch unverändert aus, sind aber nur ein Bruchteil so groß wie das unkomprimierte Original.

Die Schwächen: JPG kennt keine Transparenz, es gibt also keinen durchsichtigen Hintergrund. Und bei jedem erneuten Speichern als JPG verliert das Bild ein wenig mehr Qualität. Für Screenshots, Texte und Logos mit scharfen Kanten ist JPG deshalb ungeeignet.

  • Gut für: Fotos, E-Mail-Anhänge, Kleinanzeigen, Ausdrucke, alles, was überall funktionieren muss.
  • Schlecht für: Screenshots, Logos, Grafiken mit Text, Bilder mit transparentem Hintergrund.

Mit Bild komprimieren kannst du ein JPG verkleinern und dabei die Qualitätsstufe selbst bestimmen, bevor du das Ergebnis herunterlädst.

PNG: scharf, verlustfrei, mit Transparenz

PNG speichert Bilder verlustfrei und unterstützt echte Transparenz mit weichen Rändern. Deshalb ist es das richtige Format für Screenshots, Logos, Icons, Diagramme und alles, worin Text vorkommt. Hier spielt PNG seine Stärke aus: große einfarbige Flächen lassen sich sehr effizient zusammenfassen, die Dateien bleiben klein und die Kanten scharf.

Bei Fotos ist PNG dagegen unpraktisch. Dieselbe Aufnahme ist als PNG oft drei- bis zehnmal so groß wie als JPG, ohne dass man den Unterschied im Bild sieht. Wer ein Foto nur deshalb als PNG speichert, weil PNG „besser“ klingt, verschwendet Speicherplatz und Ladezeit.

  • Gut für: Screenshots, Logos, Icons, Grafiken mit Text, Bilder mit Transparenz, Zwischenstände zur Weiterbearbeitung.
  • Schlecht für: Fotos, die online oder per E-Mail verschickt werden sollen.

WebP: kleiner als JPG, mit Transparenz

WebP wurde von Google entwickelt und kann sowohl verlustbehaftet als auch verlustfrei speichern, außerdem Transparenz und Animationen. Bei vergleichbarer sichtbarer Qualität sind WebP-Fotos typischerweise etwa ein Viertel bis ein Drittel kleiner als JPG. Das macht das Format für Webseiten interessant, weil kleinere Bilder schneller laden.

Alle aktuellen Browser zeigen WebP an. Etwas holpriger wird es außerhalb des Browsers: Ältere Bildbetrachter, manche Office-Programme und einige Upload-Formulare lehnen WebP-Dateien noch ab. Wer ein Bild für Orte braucht, an denen man nicht weiß, was am anderen Ende ankommt, ist mit JPG auf der sicheren Seite.

  • Gut für: Bilder auf der eigenen Website, Blogs, Online-Shops, überall, wo Ladezeit zählt.
  • Schlecht für: Dateien, die du an unbekannte Empfänger schickst oder in ältere Software lädst.

Mit JPG in WebP umwandeln und PNG in WebP umwandeln stellst du bestehende Bilder auf das kompaktere Format um. Falls ein Programm kein WebP öffnet, hilft WebP in JPG umwandeln.

AVIF: das effizienteste Format

AVIF basiert auf dem Videocodec AV1 und erreicht bei Fotos noch einmal deutlich kleinere Dateien als WebP, in vielen Fällen die Hälfte der JPG-Größe bei ähnlicher Qualität. Auch AVIF kann Transparenz und hohe Farbtiefen speichern. Die aktuellen Versionen von Chrome, Firefox, Edge und Safari zeigen AVIF-Bilder an.

Der Preis dafür: Das Kodieren ist rechenintensiv, und die Unterstützung in Bildbearbeitungsprogrammen, Messengern und Betriebssystem-Vorschauen ist noch lückenhaft. Dir wird AVIF deshalb meist begegnen, wenn du ein Bild von einer Website speicherst und es danach nicht öffnen kannst. Dafür gibt es AVIF in JPG umwandeln.

  • Gut für: Webseiten, die maximal schnell laden sollen, wenn die Zielgruppe moderne Browser nutzt.
  • Schlecht für: Dateien zum Weitergeben, Bearbeiten oder Drucken.

HEIC: das iPhone-Format

Seit iOS 11 speichern iPhones Fotos standardmäßig als HEIC (auch HEIF genannt). Das Format ist etwa halb so groß wie ein vergleichbares JPG, was bei vollen Fotomediatheken viel Speicher spart. Das Problem beginnt, sobald ein Foto das iPhone verlässt: Windows, viele Webseiten und die meisten Browser außer Safari können HEIC nicht anzeigen.

Die iPhone-Fotos-App wandelt beim Teilen oft automatisch in JPG um, aber nicht immer. Kommt eine .heic-Datei bei dir an und lässt sich nicht öffnen, wandelst du sie am einfachsten mit HEIC in JPG umwandeln um. Beachte dabei: Das funktioniert nur, wenn dein Browser HEIC selbst lesen kann, was auf iPhone und Mac mit Safari zuverlässig der Fall ist.

Die Formate im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eigenschaften zusammen. Die Größenangaben sind Richtwerte für typische Fotos bei vergleichbarer Bildqualität und schwanken je nach Motiv.

FormatKompressionTransparenzDateigröße (Foto)Kompatibilität
JPGverlustbehaftetneinkleinüberall
PNGverlustfreijasehr großüberall
WebPbeidesjakleiner als JPGalle aktuellen Browser, ältere Programme teils nicht
AVIFbeidesjaam kleinstenaktuelle Browser, Programme noch lückenhaft
HEICverlustbehaftetjaähnlich AVIFApple-Geräte, sonst kaum

Entscheidungshilfe: Welches Format für welchen Zweck?

Wenn du nicht lange überlegen willst, helfen diese Faustregeln:

  • Foto per E-Mail oder Messenger verschicken: JPG, bei Bedarf vorher mit Bilder für E-Mail verkleinern auf eine handliche Größe bringen.
  • Foto auf der eigenen Website: WebP, mit JPG als Rückfall, wenn du den Besuchern nichts zumuten willst.
  • Screenshot, Logo oder Grafik mit Text: PNG.
  • Bild mit transparentem Hintergrund: PNG oder WebP.
  • Foto, das jemand weiterbearbeiten oder drucken soll: JPG in hoher Qualität, oder das unkomprimierte Original.
  • iPhone-Foto an jemanden ohne Apple-Gerät: vorher in JPG umwandeln.

Speichere ein Foto nie mehrfach hintereinander als JPG. Jeder Speichervorgang kostet etwas Qualität. Arbeite lieber mit einer Kopie und behalte das Original unverändert.

Häufige Fragen

Verliere ich Qualität, wenn ich JPG in PNG umwandle?

Die Umwandlung selbst verliert nichts, aber sie stellt auch keine verlorene Qualität wieder her. Ein JPG, das bereits komprimiert wurde, bleibt als PNG genauso unscharf wie vorher, nur wird die Datei deutlich größer. Sinnvoll ist die Umwandlung nur, wenn du das Bild danach weiterbearbeitest und verhindern willst, dass bei jedem Speichern weitere Qualität verloren geht.

Welches Format ist das beste für Webseiten?

Für Fotos sind WebP oder AVIF die effizientesten Wahlmöglichkeiten, weil sie bei gleicher sichtbarer Qualität kleinere Dateien erzeugen als JPG. Für Logos und Grafiken mit Text eignen sich PNG, WebP oder SVG. Entscheidend ist am Ende, dass die Bilder nicht größer sind als nötig, mehr dazu im Ratgeber Bilder für die Website optimieren.

Kann ich mit bild-tools.de auch in AVIF oder HEIC umwandeln?

Nein. Die Werkzeuge schreiben JPG, PNG und WebP, weil Browser diese Formate selbst erzeugen können. AVIF und HEIC lassen sich hier lesen und in JPG umwandeln, aber nicht erzeugen.